Gedenkstättenfahrt vom 6. bis 13. Oktober 2018

„Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“

Der Titel entstammt einem Gedicht von Paul Celan, einem jüdisch-rumänischen Dichter, der die Zeit des Holocausts in Osteuropa erlebte und überlebte.

Der europäische Holocaust in Europa, geplant und ausgeführt von dem nationalsozialistischen Deutschland und seinen Verbündeten, liegt mehr als siebzig Jahre zurück. Rassismus und Ausgrenzung von Minderheiten gibt es auch heute, „ethnische Säuberungen“ gab und gibt es in Asien, Afrika und auch in Europa, lange nachdem wir Europäer uns sicher waren, dass die Methoden der Nazis endgültig aus der Mode gekommen sind und das „Nie wieder!“ Bestand hat. Mitnichten: Inzwischen ist der Rassismus und auch der Antisemitismus in den europäischen Parlamenten wieder angekommen.

Die Geschichte kennen kann davor bewahren, sie wiederholen zu müssen. Wir wollen bei dieser Studienfahrt nach Zentral- und Ostpolen uns vertraut machen mit einzelnen Aspekten des Holocaust an den europäischen Juden und der deutschen Besatzungspolitik.

Wir werden mit Chelmno (Kulmhof) zuerst den Ort besuchen, an dem ab Dezember 1941 mit LKW-Abgasen getötet wurde und die Vernichtung in den späteren großen Lagern „erprobt“ wurde. Ganz „unscheinbar“, ausgehend von einem Gutshaus mitten in einem kleinen Dorf.

Nach einem Besuche in der nahen Großstadt Lodz beziehen wir Quartier in der Altstadt von Lublin und werden von hier aus Majdanek besuchen, damals zugleich Arbeits-, Kriegsgefangenen- und Vernichtungslager, und eines der baulich „kleinen“ Lager Belzec oder Sobibor, dicht an der ukrainischen Grenze. In Lublin sind wir außerdem auf Spurensuche im ehemaligen jüdischen Viertel und wir werden ein Gespräch mit einem Zeitzeugen haben.

Mit Lodz und Lublin besuchen wir zugleich zwei sich stark entwickelnde polnische Großstädte mit einem reichen Kulturleben.

Zur Vorbereitung auf die Fahrt wird es ein Seminar am 24. und 25. August in Westmecklenburg geben.

Abfahrt: Samstag, den 6. Oktober – 8 Uhr Hauptbahnhof Schwerin – wir fahren mit zwei Kleinbussen und sind vor Ort beweglich

Rückkehr: Samstag, den 13. Oktober – ca. 20 Uhr Hauptbahnhof Schwerin

Teilnehmerbeitrag: 130 €

Max. Teilnehmerzahl: 16

Unterkunft: Mehrbettzimmer in Hostels und Pensionen

Anmeldung bis: 1. Juni 2018

Ein Nachtreffen ist für den 17. November von 10 bis 17 Uhr in Schwerin geplant.

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